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Filmrollen

Geschichtlicher Hintergrund

1712 – Der Zweite Villmergerkrieg

Im Jahr 1712 kam es innerhalb der Alten Eidgenossenschaft zur militärischen Eskalation zwischen reformierten und katholischen Orten. Angeführt von Zürich und Bern standen die reformierten Kräfte den katholischen Innerschweizer Orten gegenüber. Im Zentrum des Konflikts standen politische Vorherrschaft und strategisch bedeutende Gebiete.

Der Aargau spielte dabei eine Schlüsselrolle: Für Zürich und Bern bildete er die geografische Verbindung zwischen ihren Territorien, während er für die katholischen Orte als wichtiger Zugang Richtung Süden und Deutschland galt.

 

Nach einem Vormarsch katholischer Truppen in den Aargau kam es am 25. Juli 1712 zwischen Villmergen und Dottikon zur entscheidenden Schlacht. Rund 20’000 Soldaten standen sich gegenüber. Der Sieg der reformierten Truppen beendete den Krieg und verschob das konfessionelle Machtgefüge nachhaltig.

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Quelle: "1712: Zeitgenössische Quellen zum Zweiten Villmerger- oder Toggenburgerkrieg"

Der Mythos

Rund um die entscheidende Schlacht von 1712 hat sich im Seetal eine besondere Erzählung erhalten.

Als die Lage für die reformierten Truppen kritisch wurde, griffen Frauen aus Fahrwangen und Meisterschwanden ein. Sie versammelten sich, bewaffneten sich mit einfachen Mitteln und zogen durch die Wälder in Richtung Schlachtfeld. Mit lautem Geschrei und entschlossener Präsenz erweckten sie den Eindruck eines herannahenden Heeres – und brachten die gegnerischen Truppen ins Wanken.

Ob historisch eindeutig belegbar oder im Laufe der Zeit zur Legende verdichtet: Die Geschichte von Mut, Zusammenhalt und strategischer List prägte das Selbstverständnis der Region über Generationen hinweg.

 

Aus dieser Überlieferung entwickelte sich der Brauch der Meitlitage. Einmal im Jahr übernehmen Frauen symbolisch die Macht im Dorf, ziehen verkleidet durch die Strassen und halten damit die Erinnerung an jene Ereignisse aus dem Jahr 1712 lebendig.

Wer steckt hinter dem Filmprojekt "Schwesternbund"?

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